Die Kehrseite

Färöer Inslen – 27.03.2017

„So I suppose it´s fair to say that as our intelligence has increased it has given us not only greater power, but also an understanding of the consequences of using that power. It has given us the ability to control our environment , but also the ability to control ourselves.“

(Last Chance To See, by Douglas Adams)

… wenn er doch nur Recht behalten hätte!! Eine Stunde spazierengehen in der vermeintlich unberührten Landschaft der Färöer-Inseln und meine Hände haben nicht mehr ausgereicht, um den ganzen Müll wegzutragen: Regenschirm, Styroporverpackung, Perlonschnur, Tüten und Folien. Dabei musste ich riesige Hartplastikteile, Getränkekanister und vieles mehr liegen lassen, weil es einfach schon so fest im Boden versunken war, dass ich es gar nicht herausziehen konnte.

Viele Wanderer gingen vor mir diesen Weg und müssen denselben Müll gesehen haben wie ich. Andere kamen mir auf diesem Weg entgegen und haben teils skeptisch, teils anerkennend geschaut. Nur einer grüßte mich und sagte „Good Job“, doch selbst ging er mit leeren Händen an so vielen Hinterlassenschaften seiner Artgenossen achtlos vorbei.

Dabei ist es gar nicht schwer eine leere Tüte mit sich zu nehmen und sich einfach mal zu bücken, wenn ein Taschentuch, eine Folie oder was auch immer herumliegt. Jeden von uns stört es, aber die wenigsten tun etwas. Ich will mich da nicht ausnehmen, auch ich war lange Zeit zu faul. Und ich kann auch verstehen, wenn man in einer Stadt oder gar Großstadt nicht dem Müll anderer hinterher räumen will. Aber wenn ich sehe, dass mitten im Wald neben einer Bank ein Müllkorb hängt und um diesen herum liegt alles voller Verpackungsfolien, dann fühle ich mich doch viel besser – während ich auf dieser Bank sitze oder vielleicht einfach nur daran vorüber gehe -, wenn dieser Müll in dem dafür vorgesehen Behälter gut aufgehoben liegt und nicht durch die Gegend geweht wird.

Wie lange dauert es, bis unsere Hinterlassenschaften verrottet sind und der Umwelt, den Tieren und Pflanzen und letztendlich auch uns, die wir ja auch ein Teil dieses Ökosystems sind, nicht mehr schaden?:

Nylon: ca. 60 Jahre

Plastiktüten: ca. 120 Jahre

Hartplastik: ca. 100-1000 Jahre

Styropor: ca. 6000 Jahre

Quelle der Jahresangaben: http://www.mai-chi.com/prd/index.php?option=com_content&view=article&id=49:so-lange-lebt-der-abfall&catid=17:kurse&Itemid=6

Veröffentlicht von Axel Redder

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